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Sportler halten den Ortsteil Biefang bekannt
Der Turnverein Biefang bringt Menschen in Bewegung

Im Jahre 1912, noch in der glorreichen Zeit des deutschen Kaiserreiches und noch zwei Jahre vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, gründeten sportliche Biefanger Bürger ihren Turnverein Biefang. Aus den Gründungsunterlagen geht hervor, daß ihre wesentliche Vorstellung von Gesundheit, Lebenskraft und Lebensfreude für jung und alt und für jedermann Priorität haben sollte. Auf schöne Weise ergänzend kam die Pflege der Freundschaft, Kameradschaft und der familiengebundenen Geselligkeit hinzu. Der 23. April 1912 gilt als Gründungstag. In der Wirtschaft Ingenkamp (heute ev. Gemeindehaus gegenüber dem Biefanger Kriegerdenkmal) wurde die erste Monatsversammlung abgehalten. Viel Sympathie und hilfreiche Unterstützung gaben den jungen Turnern aus Biefang einen guten Start. Die GHH und die Nachbarschafts-Turnvereine aus Holten und Neumühl stellten Turngeräte zur Verfügung. Die Lehrer der Königsschule und Feldschule erklärten sich solidarisch und traten dem Verein sogar persönlich mit wirkungsvoller Tatkraft bei. Beim Vergleich der Namen des ersten Vorstandes mit den Namen der noch heute aktiven Sportler und Organisatoren sind nur wenige Unterschiede zu erkennen.

1913 erweiterte sich der Turnverein mit Rasenspielen. Faustball und Fußball wurden im Angebot aufgenommen. 43 Turnkameraden wurden im 1. Weltkrieg Soldat, und neun Kollegen blieben tot im fernen Land. Die ersten Jahre nach dem verlorenen Krieg waren bescheiden.

Wegen der günstigen Saalmöglichkeit wurde 1921 die Gastwirtschaft Zum Deutschen Eck zum Vereins- und Übungslokal gewählt. In Zusammenarbeit mit der Sterkrader Stadtverwaltung und ab 1929 mit der Stadt Oberhausen konnte am 5. Oktober 1930 eine neue Platzanlage in die Obhut des TV Biefang gegeben werden. Das Mannschaftsspiel auf dem Rasen konzentrierte sich auf das Handballspiel. Leider mußte die neue Platzanlage schon 1936 dem Autobahnbau weichen. Bis 1952 war man Gast auf dem Sportplatz der Sportfreunde 06 an der Biefangstraße.

Schon früh nach dem 2. Weltkrieg wurde das Schülerturnen mit Erfolg motiviert. Auch die Frauen- und Seniorensportgruppen vergrößerten sich Jahr um Jahr. Der Wunsch nach einer eigenen Platzanlage wurde immer vordringlicher. Von der HOAG-Bergbau AG konnte ein passendes Gelände an der Autobahnauffahrt angepachtet werden. Zum zweiten Male in der Vereinsgeschichte waren alle Turner aufgerufen, an der Herrichtung eines Sportplatzes mitzuwirken. Erhebliche Erdbewegungen waren ab 1949 notwendig, um das durch Bombeneinwirkung stark in Mitleidenschaft gezogene Gelände zu planieren. Der Boden wurde umgebrochen, ausgeglichen, gewalzt und Gras eingesät. Bereits im Sommer 1950 war es möglich, die Spiele der Handballer auf eigener Anlage austragen zu lassen.

Bis in die Mitte der 50er Jahre entstand eine der schönsten Platzanlagen in Oberhausen, im grünen Winkel der Autobahn zu Hause in Biefang. Sogar ein eigenes Vereinsheim schenkten sich 1957 die Turner in der Verbundenheit mit allen Biefangern. Mit dem Schulneubau der Königsschule an der Kolkmannstraße, 1964, erhielten die Sportler die dringend erforderliche Turnhalle in heimischer Nähe.

Zu allen Zeiten beteiligten sich die Biefanger Sportler mit großem Erfolg an sportlichen Veranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung. Höhepunkte waren die aktiven Teilnahmen an den Deutschen Turn- und Sportfesten in Breslau und später in Frankfurt, München und Hamburg. Dass auch Sieger von deutschen und gesamtdeutschen Veranstaltungen heimkehrten, so war das ebenso ein Erfolg der aufopferungsvollen Arbeit von Hermann Caspers und Josef Naumann.

Heute gibt der TV Biefang ein breitgefächertes Angebot im volkstümlichen Breitensport.